Magnesiummangel beim Pferd erkennen und ausgleichen

Magnesium ist eines der wichtigsten Mineralstoffe im Körper. Besonders Pferde leiden stark unter Magnesiummangel. Leider wird der Mangel in den meisten Fällen viel zu spät erkannt, da er bei einem Blutbild nur schwer oder gar nicht zu erkennen ist. Das liegt daran, dass das Pferd noch eine Weile von seinen Magnesiumreserven in den Knochen zehren kann.

Die Ursachen für einen Magnesiummangel liegen oft bei erhöhten Anforderungen, wie z.B. Turniere oder aktives Training. Aber auch Stresssituationen, wie ein Stallumzug, können zu erhöhtem Magnesiumbedarf führen.

 

Magnesiummangel erkennen

Magnesiumoel pferd Magneisummangel Pferd Mangel erkennenWie auch beim menschlichen Magnesiummangel gibt es auch bei den Pferden viele verschiedene Symptome, welche von Leien häufig nicht mit einem Mangel in Verbindung gebracht werden. Wenn man jedoch genau auf physische und psychische Veränderungen achtet kann man einen Magnesiummangel frühzeitig erkennen und diesen ausgleichen.

Ein sehr häufiges und recht gut sichtbares Symptom sind Muskelkrämpfe und Muskelverspannungen. Diese lassen sich gut erkennen, da sich Nacken und Rücken des

Pferdes stark verspannen und dieses aufgrund der entstehenden Schmerzen sehr empfindlich auf Berührungen reagieren kann. Bei einem starken Magnesiummangel kann es sogar zu Muskelzittern kommen.

Leidet das Pferd unter Magnesiummangel kann sich dies auch in Form von dicken und angeschwollen Beinen zeigen. Besonders nach dem Training kann dieses Symptom auftreten. Auch häufige Müdigkeit und Energielosigkeit können ein Hinweis auf einen Mangel an Magnesium sein. Oft zeigt sich diese Mattigkeit anhand von Unlust, das Pferd arbeitet nicht mehr richtig mit.

Zu den schlimmsten möglichen Symptomen bei starken Mangelerscheinungen gehören die Herzmuskelkrämpfe, welche schnell zu Herzrasen und Herzrhythmusstörungen führen können. Bleibt das unbehandelt kann das schwere und langfristige Folgen für das Pferd haben. Diese Herzprobleme führen in den meisten Fällen auch zu Kreislaufproblemen, welche sich durch Gleichgewichtsbeschwerden bemerkbar machen.

Nicht nur die Bewegungsmuskeln des Pferdes verkrampfen sich, sondern auch die Magen- und Darmmuskeln. Dies ist ein besonderes Problem, da dies häufige und unerklärliche Koliken auslösen kann. Auch das häufige absetzten von Kot, welcher bei Magnesiummangel klein und dunkel ist, kann ein wichtiger Hinweis sein. Jedoch ist zu beachten, dass auch häufiger Durchfall ein Symptom sein kann, da sich die Verspannungen im Darmbereich bei jedem Pferd anders auswirkt.

Auch die Atemwege des Pferdes können bei einem starken Magnesiummangel betroffen sein. Dies macht sich durch Schwer- und Kurzatmigkeit bemerkbar. Einzelne Atemzüge des Pferdes werden durch das Einziehen der Seiten gut sichtbar. So werden auch Husten und Asthma verstärkt. Ebenso leiden auch Allergiker-Pferde stark an einem Magnesiummangel.

Am schlechtesten Erkennbar ist die Demineralisierung der Knochen. Diese macht sich erst sehr spät bemerkbar oder wird gar nicht erkannt. Das Pferdeskelett ist dynamisch, d.h. es wir jeden Tag ein kleines Knochenstück abgebaut und wieder erneuert. Dabei werden Mineralstoffe freigesetzt, welche bei ausreichender Mineralstoffversorgung direkt in die Erneuerung fließen.

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Hat das Pferd nun Magnesiummangel entzieht es das Mineral diesem Kreislauf, wodurch der Knochen auf Dauer weniger Magnesium enthält. Diesen Prozess nennt man Demineralisierung. Das Problem hierbei ist, dass das Skelett nicht mehr so stabil ist und es schneller zu Verletzungen kommt.

Allerdings hat ein Magnesiummangel nicht nur physische, sondern auch psychische Auswirkungen auf die Pferde. Häufig sind die Tiere Reizbarer und haben keine Lust mitzuarbeiten, dies können sie dann auch mit aggressivem Verhalten zum Ausdruck bringen. Auch die innere Unruhe, welche sich in Nervosität, Hektik und Schreckhaftigkeit zeigen kann. Das Pferd erschrickt häufig ohne Grund, wirkt sehr ängstlich und kann sich beim Training kaum Konzentrieren.

 

Magnesiummangel beim Pferd vorbeugen

Aufgrund der vielen möglichen Folgen für das Pferd ist es wichtig einem Magnesiummangel vorzubeugen. Es empfiehlt sich daher kurzzeitig und mehrmals im Jahr etwas Magnesium in Form von Zusatzfutter in das Pferdefutter zu geben. Dies gilt vor allem für  ältere Pferde, da diese nicht mehr so gut auf ihre Speicher zugreifen können und die Nährstoffe aus dem Futter nicht mehr so gut verarbeiten können.

Es ist wichtig auf einen ausgewogenen Calcium-Magnesium-Haushalt zu achten. Denn Calcium hemmt die Aufnahme von Magnesium. Das Verhältnis von Calcium zu Magnesium sollte 3:1 nicht überschreiten. Besonders bei Pferden mit Mehrbedarf sollte auf die Zusammensetzung des Futters geachtet werden und Magnesium in Form von Tabletten oder Pulvern zu gefüttert werden.

 

Den Magnesiumbedarf decken

Der Magnesiumbedarf für ein gesundes Pferd liegt, je nach Auslastung, bei  2-2,4 Gramm Magnesium pro 100 Kilogramm Pferd. Dieser Bedarf muss täglich gedeckt werden. Schon in Heu von guter Qualität kann man 0,8-1,7 g Magnesium pro Kilogramm finden. Auch in Hafer, Mais und Stroh sind ca. 1,2-1,3 g des wertvollen Minerals pro Kilogramm enthalten.

Besonders viel Magnesium kann man seinem Pferd durch das Beimischen von Leinsamen, Weizenkleie, Bierhefe oder Zuckerrübenschnitzel verabreichen. Diese Zutaten sind oft auch sehr beliebt bei den Tieren, da sie hervorragend schmecken.

Mineralfutter Magneisumreich Magnesiummangel PferdNatürlich kann man den Bedarf auch anhand von fertig gemischtem Mineralfutter decken. Jedoch sollte man hier darauf achten, dass bei einem Pferd mit möglichem Magnesiummangel ein Calciumarmes Futter ausgesucht wird, am besten füttert man dann ein reines Magnesium-Mineralfutter.

Wie auch für den Menschen, gibt es auch Magnesiumtabletten oder –Pulver für das Pferd. Hierbei ist zu beachten, dass nicht jede Magnesiumverbindung von den Pferden gleich gut aufgenommen wird. Da Magnesium in der Natur nicht in reiner Form vorkommt gibt es viele verschiedene Verbindungen, doch nicht alle sind gleich gut verdaulich. Für die orale Einnahme beim Pferd eignet sich besonders das Magnesiumtricitrat, welches einen sehr hohen Magnesiumanteil enthält, das Magneisumaspartat und das –fumarat zu empfehlen.

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