Muskeln, Fitness und Kondition

– Muskelaufbau beim Pferd –

pferdemassage springen„In nur wenigen Wochen zur Traumfigur“ – das hört man nur allzu oft. Wir wissen natürlich, dass das quatsch ist und, dass die Pfunde nur mit viel Fleiß und Disziplin purzeln. Genauso ist es auch bei den Pferden. Zwar gehen viele davon aus, dass das Pferd von Natur aus fit und stark ist, aber das ist leider ein Irrglaube. Auch wenn die Leute meist nicht mit bösem Willen handeln schaden sie Ihrem Pferd sehr damit.

Der Muskel- und Ausdaueraufbau bei einem Pferd braucht, genau wie bei und Menschen, viel Zeit, Geduld und Durchhaltevermögen. Die Phase des Aufbauens ist mir sehr viel Anstrengung verbunden. Das Ziel größerer Muskulatur, besserer Fitness und höherer Ausdauer und Kondition kann nicht über Nacht erreicht werden. Mit einem korrekten Muskelaufbau können Sie sogar das Herz-Kreislauf-System stärken, mit einem falschen dagegen schwächen Sie dieses. Deshalb gibt es einige Regeln, die beachtet werden sollten.

 

Der Aufbau der Muskulatur

Die Aufgabe der Muskeln ist es das Pferd zu Bewegen. Hierfür wird Energie in den Muskeln umgewandelt und freigesetzt. Muskeln bestehen aus Proteinen, also Eiweiß. Da sie aber auf viele essentielle Proteine angewiesen sind, welche unser Körper nicht herstellen kann, müssen z.B die Aminosäuren Lysin, Methionin und Threonin extra aufgenommen werden, z.B. durch Zusatzfutter. Bei sehr jungen Pferden nimmt zwar die Anzahl der Muskelzellen  und –Fasern noch zu, aber bei einem ausgewachsenen Pferd nimmt nur noch der Umfang der einzelnen Fasern zu.

 

Das Training

Fitness- und Muskeltraining sind nicht nur für Sportpferde wichtig, sondern auch für jedes Freizeit Pferd. Das liegt daran, dass das Pferd nicht von Natur aus dafür geschaffen wurde einen Reiter zu tragen, daher muss der Körper des Pferdes durch die Muskulatur gestützt werden. Deshalb gilt: Jedes Pferd, welches geritten wird, ist ein Hochleistungssportler. Ein Pferd, ohne die nötige Muskulatur, leidet unter schlimmen Verspannungen und Schmerzen.

Wenn Ihr Pferd aus einer Pause kommt sollten Sie daher erst einmal langsam und schonend mit dem Training beginnen. Steigen Sie auf keinen Fall wieder voll ein, da die Muskulatur auch bei einem Pferd Zeit braucht sich zu entwickeln. Bauen Sie also erst eine gute Grundmuskulatur auf, bevor Sie mit dem richtigen und auf die Disziplin zugeschnittenem Training beginnen.

Unterscheiden Sie hierfür gründlich nach dem Trainingsstand Ihres Pferdes. Das kommt oft auf die Gründe der Pause an. War Ihr Pferd lange krank und konnte gar nicht bewegt werden, so sollten Sie erst einmal langsam vom Boden aus anfangen und eine Grundfitness erhalten, bevor Sie den Rücken Ihres Pferdes belasten.  Nach einer Winterpause, in der Ihr Pferd zwar geritten wurde, aber nur unregelmäßig oder einfach kürzer, können Sie von einer leichten Grundkondition ausgehen und schon etwas mehr mit Ihrem Pferd arbeiten.

Muskelaufbau Pferd Training Pferd Pferde Training Pferde trainieren Pferd nach Winterpause Pferd nach Krankheitspause Kondition Pferd Fitness Pferd Magnesiumöl Pferd Ausdauer PferdEs kommt auch auf die Haltungsart an. Steht ein Pferd viel auf der Koppel ist es Fitter, als eines, das immer in der Box steht. Genauso ist es mit den unterschiedlichen Rassen. Ein sportlicher Typ hat es viel leichter mit dem Training, als ein faulerer und hungrigerer Typ.

Auch an das Alter Ihres Pferdes sollten Sie denken. Generell gilt, Pferde unter 3 Jahren gehören auf die Koppel und nicht auf den Reitplatz. Ein zu früher Trainingsbeginn ist sogar schädlich für den Bewegungsapparat und auch nicht gut für die Psyche der Tiere. Die Bewegung auf der Koppel mit den Artgenossen ist für diese jungen Tiere optimal und völlig ausreichend. Kommt das junge und bereite Pferd dann zum Training sollten Sie unbedingt ganz langsam anfangen und am besten erst einmal nur vom Boden arbeiten, damit das Pferd vertrauen fassen und sich an die neue Situation gewöhnen kann.

Pferde, welche an einer Krankheit leiden, wie Asthma, Arthrose, etc., sollten natürlich langsamer Trainiert werden. Es ist auch zu erwarten, dass die Fitness dieser Pferde niemals am das Maximum eines gesunden Pferdes heranreicht, überfordern Sie diese Tiere also bitte nicht. Dasselbe gilt für ältere Pferde. Genau, wie bei uns Menschen, verschlechtert sich der Stoffwechsel ab einem gewissen Alter und somit können wir auch nicht mehr dieselben Hochleistungen vollbringen, wie in jungen Jahren. Nehmen Sie bitte Rücksicht.

Sie sollten immer darauf achten, dass sich Ihr Pferd nicht zu sehr überanstrengt, denn das kann schlimme Folgen haben. Die Muskeln können sich verspannen und zu schlimmen Schmerzen führen, weshalb sich viele Pferde einfach nicht mehr Satteln lassen. Auch Muskelkater und fehlende Motivation sind folgen von zu viel Training. Das Pferd macht am Ende einfach nicht mehr mit oder kann sogar bockig werden.

 

Unsere Trainingstipps

Es gibt vieles, was beachtet werden muss, wenn Sie die Muskulatur und die Fitness Ihres Pferdes aufbauen möchten. Denken Sie immer daran, dass das Wohl und die Gesundheit des Pferdes immer im Vordergrund stehen. Wenn Sie das Gefühl haben etwas falsch zu machen oder wenn Sie sich unsicher sind sollten Sie unbedingt einen Reitlehrer zu Rate ziehen.

 

Lassen Sie Ihrem Pferd Zeit
Es ist sehr wichtig, dass Sie nichts überstürzen und Sie sich ins Gedächtnis rufen, dass jedes Pferd unterschiedlich lange braucht, um seine Muskulatur zu verbessern. Verlangen Sie nicht jeden Tag ein volles und anstrengendes Training, sondern bauen Sie auch Pausentage ein. Die Dauer des Trainings sollte langsam gesteigert werden und sollte erst einmal recht gering angesetzt werden.

Bauen Sie während des Trainings Pausen ein, damit sich die Muskulatur entspannen kann. Das ist sehr wichtig, da die Muskeln beim Entspannen besser durchblutet werden, nur so können sie auch wachsen und das Pferd stärken. Muskeln, welchen diese Möglichkeit der Entspannung nicht gegeben wird können übersäuern und Verspannungen, was in vielen Fällen zu Schmerzen und Störungen am Bewegungsapparat führt.

Besonders am Anfang und am Ende des Trainings sollten Sie eine Weile langsam machen. Lassen Sie Ihr Pferd entspannt im Schritt laufen. So können sich die Muskeln zu Beginn aufwärmen, das ist wichtig, denn kalte Muskeln sind sehr anfällig für Verletzungen. Die Schrittrunden am Ende sind damit erklärt, dass die Muskeln sich wieder herunterkühlen müssen, da sie sich beim Training sehr aufheizen. Dabei wird das Laktat abgebaut und der Muskel entspannt, so kann Muskelkater entgegengewirkt werden.

 

Erstelle euch einen Trainingsplan
Wollen wir Menschen fitter werden oder Muskeln aufbauen machen wir uns einen Plan. Auch für das Training mit dem Pferd ist das sehr sinnvoll, denn so hat man immer den Überblick. Anhand des Trainingsplanes könne Sie erkennen, was Sie in letzter Zeit getan haben und müssen sich nicht jedes Mal aufs Neue überlegen, was Sie den heute tun könnten. Jedoch sollten Sie sich nicht Steif an diesem Plan halten, denn wenn Sie merken, dass Ihr Pferd wirklich keine Lust hat können Sie ruhig mal von dem Plan abweichen und einen Spaziergang oder einen Massage – und Kuscheltag machen.

Bei der Erstellung des Planes sollten Sie darauf achten, dass möglichst viel Abwechslung im Training gemacht wird. Das ist sehr wichtig, da sowohl Sie selbst, als auch Ihr Pferd keine Lust haben jeden Tag dasselbe zu machen. Mit der Zeit werden Sie beide sich langweilen und anfangen zu schludern. Es kann sogar sein, dass das Pferd die Mitarbeit einfach verweigert. Sorgen Sie also immer für neue Ideen und seien Sie kreativ.

 Training Pferd Pferde Training Pferde trainieren Pferd nach Winterpause Pferd nach Krankheitspause Kondition Pferd Fitness Pferd Magnesiumöl Pferd Ausdauer Pferd

Die Arbeit vom Boden
Bodenarbeit, Equinetik, Longieren und Stangenarbeit gehören alle zu den Disziplinen, welche hervorragend beim Muskelaufbau unterstützen. Diese Methoden sind, richtig angewandt, besonders schonend, da das Pferd nicht geritten wird. Es gibt hier viele verschiedene Übungen, welche ganz unterschiedliche Muskelpartien unterstützen. Besonders für junge, kranke, völlig untrainierte und alte Pferde ist die Arbeit vom Boden optimal geeignet, um die Fitness zu steigern.

Die Arbeit vom Boden bietet viele verschiedene Möglichkeiten und sorgt so für viel Abwechslung beim Training. Auch die Bindung und das Vertrauen von Pferd und Reiter werden damit gestärkt, da sich das Pferd vollkommen auf die Stimme und die Körpersprache des Reiters verlassen muss.

 

Gemeinsame Spaziergänge
Besonders für völlig untrainierte Pferde und für die Pausentage eignet sich das gemeinsame Spazieren gehen. Gerne können Sie, je nach Stand der Fitness und Kondition, mit Ihrem Pferd joggen. Das macht, sofern Sie beide eine ähnliche Geschwindigkeit haben, sehr viel Spaß und kann eine super Abwechslung im Trainingsplan sein. Gehen Sie gerne einige Strecken bergauf, das stärkt die Hinterhand besonders gut.

 

Dehnen  und StreckenMuskelaufbau Pferd Training Pferd Pferde Training Pferde trainieren Pferd nach Winterpause Pferd nach Krankheitspause Kondition Pferd Fitness Pferd
Das regelmäßige Dehnen des Pferdes ist sehr wichtig, da es die Beweglichkeit und Geschmeidigkeit erhöht. Das korrekte Dehnen kann Schmerzen und Störungen am Bewegungsapparat verbessern und vorbeugen. Das entlastet die Gelenke, Sehnen und Muskeln uns ist wichtig für einen optimales Training.

Bedenken Sie, dass Ihr Pferd vor dem Dehnen unbedingt warm sein sollte, sonst könnte es sich Verletzungen an den Muskeln zuziehen. Am besten ist es verschiedene Dehnübungen im Training einzubauen oder das Pferd nach dem Training etwas zu Dehnen. Das bringt einen schönen Abschluss.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten das Pferd zu dehnen. Während des Trainings bietet sich das aktive Dehnen an, bei welchem sich das Pferd in Bewegung befindet. Die Seitengänge, wie Traversalen oder Schulterherein sind wohl die besten und anschaulichsten Beispiele dafür. Nach dem Training empfiehlt sich das stationäre Dehnen, bei dem sich das Pferd nicht direkt von der Stelle bewegt. Das lockert die Muskeln nach dem und kann super mit einer kleinen Leckerli-Belohnungs-Arbeit verbunden werden. Aber übertreiben Sie es nicht mit den Leckereien.

 

Nicht bis zur völligen Erschöpfung
Überfordern Sie Ihr Pferd nicht und verlangen Sie nicht zu viel. Muskeln sollten zwar eine gewisse Zeit über das normale Maß angestrengt werden, aber bei zu langer und zu hoher Überlastung übersäuern die Muskeln. So entsteht der allseits verhasste Muskelkater, welcher nicht nur uns Menschen große Schmerzen bereitet. Es kann sehr gut sein, dass die Pferde dann in Schonhaltung verfallen oder sich noch mehr verkrampfen. In diesem Falle baut das Pferd eine negative Verbindung zum Training und zum Reiter auf. Achten Sie also darauf, dass Sie Ihrem Pferd, sollte es Muskelkater  bekommen einen Pausentag einräumen, damit es wieder fit wird.

 

Sattellage kontrollieren
Durch das Training und die steigende Fitness des Pferdes wachsen die Muskeln, d.h. die werden größer. Somit verändert sich natürlich auch der Körperbau des Pferdes. Nicht selten kommt es deshalb vor, dass der Sattel nicht mehr passt. Besonders bei einem Pferd, welches sich im Training befindet oder in einer Pause, sollte die Sattellage regelmäßig geprüft werden. Nehmen Sie lieber das Geld für einen neuen Sattel in die Hand, denn ein schlechtsitzender Sattel kann schlimme physische und psychische Folgen für das Pferd haben.

 

Die Fütterung anpassenPferdemassage
Für einen optimalen Muskelaufbau braucht der Mensch eine ausreichende Menge an Nahrungsmitteln. Bei Pferden ist das nicht anders, sorgen Sie also dafür,  dass Ihr Pferd vor allem genügend Heu bekommt. Beim Kraftfutter sollten Sie darauf achten ein mineralienhaltiges Futter zu wählen, hier gibt es verschiedene Sportmüslis für Pferde, die das Training gut unterstützen könne. Auch auf den Proteinwert im Futter sollten Sie achten, da die Muskeln auf die äußere Zufuhr von essentiellen Eiweißen angewiesen sind sollten Sie ein Futter mit vielen qualitativ hochwertigen Eiweißen zufüttern. Wichtige Eiweißlieferanten sind z.B. Hafer, Soja und Mikroalgen.

 

Massagen fördern das Muskelwachstum
Durch die Bewegungen bei der Massage können sich die Muskeln gut entspannen und werden somit besser durchblutet. Besonders nach dem Training ist das sehr gut, da sich die Laktate abbauen können und die Muskeln zum Wachsen angeregt werden. Vor allem aber bietet das Massieren einen positiven Abschluss für das Training.

 

Aber nicht nur nach dem Training kann eine Massage die Fitness und die Beweglichkeit des Pferdes steigern. Vor allem an den Pausentagen bietet die Massage eine schöne Abwechslung zum anstrengenden Training und stärkt die Verbindung zwischen Pferd und Reiter. Außerdem werden so auch an den ruhigen Tagen die Muskeln angeregt, ohne, dass das Pferd schwer arbeiten muss.

Unser Tipp: Verwenden Sie unser fett- und dopingfreies Zechpet Magnesiumöl. Dieses magnesiumhaltige Massageöl hinterlässt keinerlei Spuren auf dem Fell und macht die Massage für Ihren tierischen Partner noch angenehmer und anregender.


Viel Spaß und Erfolg beim Training!

Über uns

Haben Sie Fragen zu unseren Produkten? Dann kontaktieren Sie uns!

0711 219 536 78 (9:30-16:30 Uhr)
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Shop-Informationen

gepruefte qualitaet zechpetkundenbewertungen zechpet

partner 1

 

Premium Joomla Templates