Wichtige Mineralstoffe für Pferde

– Mengen- und Spurenelemente –

Besonders in der heutigen Zeit ist uns bewusst, dass Mineralstoffe sehr wichtig für die Funktion und den Aufbau der Körpers sind. Für Pferde gilt das natürlich auch. Man kann allerdings noch immer nicht pauschal sagen welche Menge ein Pferd von den einzelnen Mineralstoffen benötigt. Das Hautproblem ist, dass dieses Gebiet noch immer nicht richtig erforscht ist und die Werte eigentlich nicht auf andere Pferde und Rassen übertragbar ist.

Jedoch ist es wichtig, dass die Mineralzufuhr für das einzelne Pferd perfekt ausgewogen ist, da zwischen vielen Mineralstoffen eine Wechselwirkung entsteht. So kann es passieren, dass ein überschüssiges Mineral ein andres hemmt. Mineralstoffmängel sind die Folge. Daraus lässt sich aber auch schließen, dass sowohl ein Mangel, als auch ein Überschuss negative Auswirkungen haben kann.

Somit ist klar, dass jeder Pferdebesitzer sein Pferd genau beobachten sollte, ob ein Mangel oder ein Überschuss zu erkennen sind. Am besten ist es einen Experten, z.B. einen Tierarzt, zu Rate zu ziehen und ein Blutbild zu machen. So kann man im Normalfall schnell erkennen, ob die Mineralstoff-Balance gegeben ist. Nur so kann individuell gehandelt werden.

 

Wie viel Mineralstoffe braucht mein Pferd?pferdemassage springen

Die benötigte Menge an Mineralstoffen variiert sehr stark und muss immer individuell berechnet werden. Am besten fragen Sie hierfür Ihren Tierarzt. Besonders unter den verschiedenen Rassen lassen sich große Unterschiede ausmachen. So kann man nicht linear von einem großen Warmblut auf ein kleines Pony schließen.

Auch müssen Sie immer Größe und Gewicht des einzelnen Pferdes beachten, denn auch hier kann der Bedarf schon leicht schwanken. Wie bei jedem anderen Thema in der Pferdewelt spielt auch das Alter eine besonders große Rolle bei der Bedarfsermittlung. So benötigen vor allem die Junioren im Wachstum und die Senioren eine größere Menge an Mineralstoffen. Das liegt daran, dass sich die Körper der jungen Pferde noch aufbauen müssen und natürlich jede Menge Bausteine in Form von verschiedenen Mineralstoffen benötigen. Ältere Pferde dagegen können die einzelnen Elemente in der Nahrung nicht mehr so gut verwerten und können somit die Mineralstoffe nicht mehr so gut aus der Nahrung ziehen.

Grundsätzlich gilt auch: je höher der Leistungsanspruch, desto höher der Bedarf. Da der Stoffwechsel beim Training auf Hochtouren läuft und das Pferd viel Schwitzt  verliert es auch sehr viele der wichtigen Mineralstoffe. Deshalb sollte auch bei den sportlich sehr aktiven Pferden darauf geachtet werden, dass genügend Mineralstoffe aufgenommen werden.

Besonders wichtig ist es auch die Haltung und das Futter zu beachten. Steht Ihr Pferd viel auf der Weide, so nimmt es auf natürlichem Wege mehr Mineralstoffe und Vitamine auf, als ein Boxenpferd. Aber auch die Qualität der Weide spielt eine große Rolle. Je mehr Kräuter und je frischer die Gräser, desto mehr Mineralstoffe und Vitamine. Dasselbe gilt für das Heu. Je mehr Kräuter darin enthalten sind, desto besser.

 

Mengenelemente

Mengenelemente sind solche Mineralstoffe, welche das Pferd in täglich in größeren Mengen benötigt. Diese kommen auf natürliche Weise hautsächlich in Heu und Stroh vor und sind essentiell für verschiedene Körperfunktionen.

 

Kalzium (Ca)
Kalzium ist wohl eines der wichtigsten Mineralstoffe und wird im Pferdekörper in großen Mengen benötigt. Dieses wertvolle Mineral hat viele wichtige Aufgaben im Körper, so ist es z.B. essentiell für den Aufbau von Knochen und Zähnen. Eine der wichtigsten Aufgaben neben dem Knochenaufbau ist die Unterstützung der Muskelkontraktion.

Kalzium ist eines der Elemente, welches ein sehr ausgewogenes Verhältnis zu vielen andern Mineralstoffen braucht. Ein Überschuss an Kalzium hemmt die Aufnahme von Phosphor, Magnesium, Zink Kupfer und Mangan. Ansonsten ist ein Überschuss unbedenklich, da die überschüssigen Mineralien über die Niere ausgeschieden werden. Ganz anders sieht das bei einem Mangel aus. Dieser kann schlimme Folgen haben, da der Körper das Kalzium aus den Knochen freisetzen muss, was Knochen, Sehnen und Bänder stark schädigen kann.

 

Magnesium (Mg)Pferd husten Asthma Allergiker Pferd
Das Mineral Magnesium ist ebenfalls eines der wichtigsten Mineralstoffe für den Körper, da es an vielen wichtigen Prozessen im Körper beteiligt ist. Auch dieses Mineral ist am Aufbau von Knochen und Zähnen beteiligt, aber auch bei der Enzymaktivierung. Magnesium setzt als Gegenspieler von Kalzium die Erregbarkeit der Muskeln herab und sorgt so dafür, dass sich die Muskeln entspannen können.

Eine Überversorgung hemmt die Aufnahme von Kalzium ist aber ansonsten unbedenklich, da Überschüsse ausgeschieden werden. Ein Magnesiummangel ist in diesem Fall weitaus gefährlicher, da es zu vielen verschiedenen Auswirkungen, von Muskelzucken über Kreislaufstörungen, kommen kann.

 

Phosphor (P)
Phosphor spielt eine besonders wichtige Rolle beim Aufbau und Erhalt von Knochen und Zähnen. Auch bei der Energieübertragung der Muskeln und beim Aufbau der Zellen ist Phosphor stark beteiligt. Bei einer Überversorgung wird nicht nur die Aufnahme von Kalzium gehemmt, sondern auch der Knochenstoffwechsel gestört. Bei einem Mangel werden die Knochen Demineralisiert und es kann z.B. bei Fohlen zu Wachstumsstörungen kommen.

 

Natriumchlorid (NaCl)
Bei Natriumchlorid handelt es sich um ein natürliches Salz. Dieses wichtige Mineral ist besonders bei der Regulierung des Wasserhaushaltes beteiligt und ist ein wichtiger Leiter für Nerven und Muskeln. Ein Mangel an Natriumchlorid kann sich durch Krämpfe und Kreislaufbeschwerden äußern. Eine Überversorgung kann dagegen zu Nervosität und Durchfall führen. Ein Natriumchlorid Mangel ist mit einem Salzleckstein zwar schnell ausgeglichen sollte aber nicht in der Reichweite von Fohlen angebracht werden.  

 

Spurenelemente

Spurenelemente sind solche Mineralstoffe, welche der Pferdekörper nur in sehr kleinen Mengen benötigt. Allerdings sind diese nicht zu Unterschätzen und sind genauso wichtig, wie die Mengenelemente.

 

Kupfer (Cu)
Kupfer ist ein sehr wichtiges Mineral, welches in der Leber gespeichert wird. Es ist aktiv an der Zellatmung und der Bildung des Bindegewebes beteiligt. Zu seinen wichtigsten Aufgaben gehören auch die Blutbildung und die Blutpigmentierung. Kupfermangel kann sich generell durch schlechtes Fell und Blutarmut bemerkbar machen. Bei Fohlen kann es sogar zu Anämien und Veränderungen am Skelett kommen. Eine Überversorgung mir Kupfer ist kurzfristig in Ordnung, aber kann langfristig die Leber schädigen.

 

Eisen (Fe)
Eisen ist vor allem an der Muskel- und der Blutbildung beteiligt. Mineralien Pferd Zechpet Zusatzfutter Pferd Magnesium Pferd Pferdeernährung Kalzium Pferd Calcium PferdEs bildet jeweils den roten Farbstoff. Somit ist klar, dass es auch essentiell für den Sauerstofftransport in den Zellen ist. Eine Überversorgung mit Eisen ist unbedenklich, allerdings kann die Aufnahme von Zink, Mangan und Phosphor gehemmt werden. Ein Mangel ist nur möglich, wenn das Pferd sehr viel Schwitz oder einen hohen Blutverlusterleidet.

 

Zink (Zn)
Das Spurenelement Zink ist besonders am Eiweißstoffwechsel beteiligt. Vor allem für die Haut und die Sehkraft des Pferdes ist Zink unentbehrlich. Ein Mangel zeigt sich dadurch, dass das Fell brüchig wird und das Pferd an einer höheren Infektanfälligkeit leidet, wodurch auch die Wunden schlechter Heilen. Eine Überversorgung ist auch hier nicht bedenklich kann jedoch das Mineral Kupfer hemmen.

 

Selen (Se)
Selen ist ein wichtiger Enzymbestandteil und essentiell für Immunabwehr und Zellschutz. Bei einer Unterversorgung kann es zu Immunstörungen und Infektanfälligkeit kommen. Eine Überversorgung ist durch die natürliche Aufnahme durch das Futter eigentlich nicht möglich. Jedoch wird Pferden bei verschiedenen Therapien Selen zugeführt, was zu einem Überschuss führen kann. Langfristig kann dieser Huferkrankungen und Lahmheit auslösen.

 

Zufüttern von Mineralstoffen

Viele Firmen werben mit mineralstoffhaltigem Futter und auch mit verschieden Pulvern. Dabei versprechen Ihnen die meisten Leistungssteigerungen. Allerdings sollte für Sie immer die Gesundheit Ihres Pferdes im Vordergrund stehen. Daher sollten Sie nicht einfach drauflos kaufen und füttern. Machen Sie sich zunächst Gedanken darüber, ob Ihr Pferd zusätzliche Mineralstoffe nötig hat. Beobachten Sie Ihr Pferd und ziehen Sie den Tierarzt zu Rate, um ein Blutbild machen zu lassen.

Zusätzliches Mineralfutter sollte immer ganz individuell auf die Bedürfnisse des einzelnen Pferdes gemischt werden. Grundsätzlich ist es daher besser das Zusatzfutter selbst zu mischen. Am besten verwenden Sie dafür natürliche Kräuter, welche sehr häufig einen hohen Anteil verschiedenster Mineralstoffe aufweisen können. Natürliche Mineralien können vom Pferd besser verarbeitet werden und gehen schneller in den Körper über.

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