Heu, Getreide und Äpfel

– die Pferdeernährung –

Wie auch bei uns Menschen ist es bei der Pferdeernährung sehr wichtig auf artgerechtes Futter und auf einen ausgewogenen Nähstoffhaushalt zu achten. Für die meisten Pferdebesitzer steht das Thema Ernährung häufig im Mittelpunkt, da es essentiell für die Vorbeugung von Koliken und anderen Krankheiten ist. Es gibt vieles, was beachtet werden muss. Futter sollte z.B. abwechslungsreich, artgerecht oder nähstoffreich sein.

 

Das Raufutter

Zum Raufutter zählt man hautsächlich Heu und Stroh. Heu zählt zu den Grundnahrungsmitteln des Pferdes und besteht aus getrockneten Gräsern. Es ist sehr wichtig darauf zu achten, dass das Heu auch tatsächlich ganz trocken ist. Ein qualitativ hochwertiges Heu ist für die Ernährung des Pferdes sehr wichtig, da in diesem mehr wertvolle Nährstoffe enthalten sind. Heu von guter Qualität wird von einer Wiese gewonnen, welche eine Vielzahl an Pflanzenarten aufweisen kann.

Pferdeernährung Raufutter Pferde FutterDer Nährwert kann sehr stark variieren, da dieser vom Ort, der Boden- und Grasqualität, der Pflanzenvielfalt und dem Erntezeitpunkt abhängt. Gutes Heu können Sie daran erkennen, dass es eine grüne Farbe hat, frisch und sauber aussieht und einen aromatischen Duft nach Wiese vorweist. Zudem sollte Heu nicht allzu sehr stauben. Sollten Sie einen leichten Schimmelbefall in einem Ballen entdecken, müssen Sie diesen umgehend entsorgen, um Krankheiten zu verhindern.

Heu sollte frühestens 6 Wochen nach der Ernte, aber noch besser 3 Monate später, verfüttert werden. Aber Vorsicht bei zu langer Lagerung! Das Heu verliert mit der Zeit an Nährstoffen und überlagert. Vor der Fütterung sollte das Heu einmal aufgeschüttelt werden, um den Staub abzuschütteln und um den Ballen auf Schimmel und Fremdkörper zu untersuchen. Für Pferde mit Atemwegserkrankungen empfiehlt es sich das Raufutter in Wasser zutränken, um den Staub zu minimieren.

Das Stroh ist neben dem Heu das bekannteste Raufutter. Dieses ist ebenfalls trocken und zeichnet sich durch eine schöne goldene Farbe aus. Stroh enthält weniger Nährstoffe als Heu. Dennoch sollte auf Qualität geachtet werden, da es sich hervorragend als Zusatz zum Heu und zum Knabbern eignet.  Auch die Qualität des Strohs ist sehr abhängig von der Umgebung, in der das Getreide gewachsen ist, aber auch von der Getreidesorte.

 

Saftfutter

Auch das Saftfutter ist ein wichtiger Bestandteil der Pferdeernährung. Gras, welches ein Grundnahrungsmittel der Pferde darstellt, ist eines der wichtigsten Saftfuttermittel. Frisches und grünes Gras ist wohl das natürlichste Pferdefutter, da sich die Pferde in der Wildbahn hauptsächlich davon ernähren.

Grundsätzlich ist das Gras im Frühjahr nährstoffreicher, als im Herbst. Die Menge an Nährstoffen hängt natürlich auch von der Qualität des Bodens und der Artenvielfalt der Pflanzen ab. Leider reicht eine  Ernährung nur mit dem natürlichen Grün heute nicht mehr aus, da die Weiden nicht groß genug sind und auch oft nicht mehr die nötige Vielfalt an Pflanzen aufweisen. Wichtig ist es die Pferde im Frühjahr langsam an die Weide zu gewöhnen, um Koliken vorzubeugen, deshalb muss oft mit Raufutter zugefüttert werden.

Zum Saftfutter gehört auch das meiste Obst. Äpfel und Möhren sind hervorragende Vitaminlieferanten. Am besten werden diese vor dem Füttern in kleinere Teile geschnitten, damit das Pferd diese nicht komplett in den Mund nimmt und sich daran verschluckt.

 

Kraftfutter

Mineralfutter Magneisumreich Magnesiummangel PferdDas Kraftfutter dient als Energielieferant, daher ist es sehr wichtig die Menge an das Arbeitspensum des Pferdes anzupassen. Ein Pferd, welches nicht viel arbeiten muss, wird kaum oder gar kein Kraftfutter benötigen. Die wohl verbreitetste Form von Kraftfutter ist der Hafer. Dieser ist für die meisten Pferderassen am verdaulichsten. Aber auch andere Getreidearten sind sehr beliebt, z.B. Gerste.

Man sollte darauf achten, dass nicht zu viel gefüttert wird, da es sonst zu einem Energieüberschuss kommt. Dieser zeigt sich in verschiedenen Formen, z.B. Nervosität oder Gewichtszunahme. Der Magen eines Pferdes umfasst ca. 15-20 Liter, deshalb sollte die Größe einer einzelnen Mahlzeit immer unter 2 kg liegen. Am besten ist es, wenn Sie die Mahlzeiten auf mehrere kleine Portionen über den Tag aufteilen.

Besonders das Pferdemüsli ist eine beliebte Kraftfutterform, da diese oft wenig Staub enthält, da Sirup oder Melasse beigefügt wird. Zudem werden Pellets für einen ausgewogenen Mineralstoff- und Vitaminhaushalt untergemischt. Verschiedene Getreidesorten, Erbsen und Bohnen sorgen für Vielfalt. Die Form des Müslis wird meist mit Mineralfutter kombiniert.

 

Vitamine und Mineralstoffe

Mineralstoffe müssen in der heutigen Zeit oft in Form von Mineralfutter zugefüttert werden. Dabei ist es sehr wichtig auf eine ausgewogene Mineralstoffbalance zu achten, um Krankheiten vorzubeugen. Hierbei ist zu bedenken, dass nicht nur die Mengenelemente, wie Magnesium und Kalzium essentiell sind, sondern auch die Spurenelemente.

Pferdeernährung Saftfutter Pferde FutterAuch die Vitamine sind lebenswichtig für ein gesundes Pferd. Diese werden nicht nur über Gräser aufgenommen, sondern können auch über verschiedenes Obst und Gemüse zugeführt werden. Achten Sie darauf, dass Ihrem Pferd immer ausreichend Vitamine zur Verfügung stehen. Äpfel und Karotten sind besonders Vitaminreich und eignen sich daher als Vitaminspender, aber auch Fenchel kann ein guter Vitaminlieferant sein, der auch noch sehr gut für Magen-Darm und Atemwege ist.

 

Leckerlies

Leckerlies sollten bei der täglichen Futterration mit eingeplant werden. Gekaufte Fertigleckerlies sind aber als Belohnungssnack nicht zu empfehlen, da diese oft viel Zucker und künstliche Aromen enthalten. Am besten ist es, wenn Sie kleingeschnittene Äpfel oder Karotten als Belohnungs-Leckerli einsetzen. Diese sind gesund und natürlich. Wenn Sie lieber etwas trockenes verwenden möchten können Sie natürlich auch selbst backen. Mit etwas Leinsamen, Apfelmus und Karotten können leckere und gesunde Snacks entstehen.

 

Lagerung

Generell sollten sowohl Raufutter, als auch Kraftfutter trocken und kühl gelagert werden, um Schimmelbildung zu verhindern. Auch vor Verunreinigungen sollte geschützt werden. Sie können hierfür Ihr Kraftfutter in eine Tonne geben und diese gut verschließen. Es ist sehr wichtig das Futterlager sauber und verschlossen zu halten, damit keine Tiere hinein können und das Futter verunreinigen.

 

Die Fütterung

Es ist sehr wichtig die optimale Menge an Futter zu füttern. Leider ist es sehr schwer diese Menge herauszufinden, da es keine pauschale Regel gibt. Die Menge an Futter hängt in erster Linie von der Leistungserwartung ab, aber auch von der Größe, der Rasse und dem Alter. Deshalb muss der Futterbedarf jeden Tag aufs Neue individuell abgeschätzt werden.  

Tipp: Wenn Sie sich unsicher sind sollten Sie Ihren Tierarzt oder einen Pferdeernährungsberater um Hilfe bitten. Diese können Ihnen am Anfang gut weiterhelfen und zeigen Ihnen worauf Sie genau zu achten haben.

Pferernährung Saftfutter Pferdeweide PferdefutterBei der Pferdefütterung ist auch zu beachten, dass diese Pflanzenfresser und Fluchttiere sind, dies bedeutet, dass sie früher dauernd gefressen haben. Auch heute ist es besser, wenn die Pferde dauerhaft Zugang zu Futter haben, so können Sie sich ihre Nahrung selbst einteilen.

Wenn Sie das Futter wechseln sollten Sie Ihr Pferd unbedingt langsam daran gewöhnen. Der Magen-Darmtrakt des Pferdes muss sich erst an das neue Futter anpassen, um Koliken vorzubeugen. Auch Ihre Fütterungszeiten sollten Sie einhalten, so kann sich der gesamte Mechanismus „Pferd“ darauf einstellen, dass er nun arbeiten muss.

Sorgen Sie dafür, dass Ihr Pferd in einer ruhigen Umgebung frisst, denn ein Artgenosse könnte versuchen Ihr Pferd zu verscheuchen. Dies könnte dazu führen, dass das Pferd das Futter herunterschlingt. Auch das Säubern der Utensilien gehört zu den Grundregeln der Pferdefütterung. Dreck zieht Bakterien und Keime an, welche zu verschiedenen Erkrankungen führen können, daher sollten Sie nach dem Füttern immer alles sauber machen.

 

Wasser

Zwar ist das Wasser kein Futtermittel, aber dennoch ist es sehr wichtig für ein gesundes Pferd. Pferde trinken ca. 35 Liter am Tag, im Sommer oder bei viel anstrengender Arbeit kann diese Menge noch stark nach oben gehen. Wenn die Pferde auf der Koppel stehen trinken Sie dagegen weniger, jedoch sollte immer frisches Wasser auf der Wiese zur Verfügung stehen.

Die optimale Trinktemperatur von Wasser beträgt 8-12°C, daher ist es zu empfehlen im Winter eine Tränkenheizung anzubringen. Wenn ihr Pferd lange gesund bleiben soll müssen Sie also unbedingt darauf achten, dass es genug frisches Wasser zur Verfügung hat.

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