Nervosität, Angst und Panik

– erkennen und helfen –

Pferde können nur mit Hilfe der Körpersprache mit dem Menschen kommunizieren, daher ist es besonders wichtig diese Form der Kommunikation zu erlernen. Besonders in Situationen, die unsere Pferde nervös machen, ihnen Angst einjagen oder Panik auslösen muss das Pferd sich darauf verlassen können, dass wir das Problem verstehen.

Haben wir verstanden, was dem Pferd Probleme bereitet können wir uns daran machen das Problem zu lösen. Oft können die Ursachen leider nicht sofort erkannt werden, da es sich nicht immer um einen herannahenden Traktor oder ähnliches handelt. In diesem Fall heißt es für den Reiter: Ursachenrecherche.

 

Mögliche Ursachen für nervöse, ängstliche oder panische Pferde

magnesiumoel pferd zechpetNervöses Verhalten, ängstliches Zurückweichen oder panisches davonstürmen können viele Ursachen haben. Einige davon sind sehr komplex, aber für alle sollte der Reiter möglichst viel Verständnis entgegenbringen. Junge Pferde sind häufig nervös, da für sie vieles neu und ungewohnt ist. Oft werden diese mit Anforderungen und Erwartungen überfordert, sodass sie regelrecht Angst vor allem bekommen, was neu ist.

Auch eine ganz neue Umgebung und ein neuer Besitzer können bei einem Pferd, egal in welchem Alter, Nervosität und Angst auslösen. Natürlich wir das ein oder andere Pferd auch nervös oder sogar panisch, wenn es alleine irgendwohin muss oder alleine im Stall bleiben muss. Solche Unsicherheiten und Angstzustände sind häufig auf schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit zurück zu führen.

Schmerzen können auch ein Auslöser für Ängste und Panikzustände sein. Da Pferde Schmerz sehr schnell speichern können sie sich in ihrem Bestreben den Schmerzen auszuweichen schnell nervös oder ängstlich Verhalten. Wenn sie den Verdacht haben, dass Ihr Pferd auf Grund von Schmerzen Nervös und Ängstlich ist sollten Sie unbedingt den Tierarzt, den Pferdeosteopathen oder den Pferdephysiotherapeuten um Hilfe bitten.

Nun ist es natürlich auch so, dass Pferde, wie wir Menschen auch, mit unterschiedlichen charakteristischen Eigenschaften geboren werden. Daher gibt es Pferde, die von Natur aus eher Mutig und Neugierig sind, während es auch einige geborene Skeptiker und Angsthasen gibt.

 

Woran erkenne ich ein nervöses Pferd?

Es ist sehr wichtig das Pferd ausgiebig zu beobachten und die Situation individuell zu beurteilen, denn nur Sie kennen Ihr Pferd wirklich gut genug. Achten Sie immer auf die Körpersprache Ihres Pferdes. Je mehr sich ein Pferd aufbaut und je angespannter die Muskel sind, desto Nervöser, Ängstlicher oder Panischer ist Ihr Pferd. Jedoch müssen Sie die Signale alle im Gesamtbild interpretieren, denn die einzelnen Gesten können für mehrere Emotionen, z.B. Entspannung oder Wut, stehen. Lernen Sie die Sprache der Pferde und lassen Sie sich und Ihrem Pferd Zeit einander zu verstehen.

 

Die Gesamthaltung des Pferdes

Ist der Körper Ihres Pferdes starr und steif und können sie fühlen, wie die Muskeln sich unter der Haut anspannen, so ist ihr Pferd sehr wahrscheinlich Nervös. Auch nervöses hin und her schauen symbolisiert das Ausschau halten nach gefahren. Das Pferd ist ein Fluchttier und macht sich bereit davon zulaufen, wenn es die Beine auseinander stellt und den Stand festigt. In die Knie gehen und Arsch einziehen ist häufig eine Reaktion auf eine unmittelbar herannahende „Gefahr“. Das Aufstampfen mit den Beinen ist oft ein Ausdruck der Unsicherheit, mit dem das Pferd dem Reiter sagen möchte, dass es ein Problem gibt.

 

aufgestellte Ohren PferdDer Kopf

Achten Sie auch auf die Kopfhaltung. Ein hoch erhobener Kopf ist oft ein Zeichen für Angst und auch die Gesichtszüge liefern uns Aufschluss über den Gemütszustand des Pferdes. Presst das Pferd den Kiefer aufeinander sieht es sich mit einer Gefahrensituation konfrontiert. Achten Sie in diesem Zusammenhang auf die Augen Ihres Pferdes. Aufgerissene Augen sind häufig ein Anzeichen dafür, dass Ihr Pferd Angst hat.

Ebenso können die Ohren einige gute Anhaltspunkte liefern. Wenn die Ohren sich nicht in Grundstellung befinden, sondern gerade aufgestellt sind und sich dazu noch schnell hin und her bewegen, dann sucht das Pferd nach der Gefahrenquelle. Nervöse Phasen oder Angstzustände sind oft mit einem hohen, schrillen Wiehern verbunden, da das Pferd seine Artgenossen nach Hilfe rufen möchte.

 

Die Atmung

Ein nervöses Pferd wird im Normalfall eine schnellere Atmung haben. Dabei bläht es oft seine Nüstern auf und kann auch laut und energisch schnauben. Von der Seite betrachtet kann man häufig sehen, wie ein nervöses, ängstliches oder panisches Pferd ein- und ausatmet.

 

Der Schweif

Anhand des Schweifes können sehr viele Emotionen abgelesen werden. Das heranpressen des Schweifes symbolisiert häufig Angst und Panik. Das extreme hoch halten des Schweifes ist auch ein Zeichen für Nervosität. Jedoch muss besonders beim Schweif auf den Gesamtzusammenhang geachtet werden.

 

Das Verhalten

Achten Sie auch besonders auf Verhaltensänderungen Ihres Pferdes. Wenn es beim Reiten oder Spazieren plötzlich ausweicht hat es eventuell Angst. Wenn Ihr Pferd nicht mehr frisst, sondern den Kopf nach oben strecken muss, so ist es sehr wahrscheinlich, dass es eine Gefahr wahrgenommen hat.

 

Maßnahmen bei nervösen, ängstlichen oder panischen Pferden

Bevor Sie handeln sollten Sie sich zunächst überlegen, ob Ihr Pferd wirklich Angstprobleme hat oder ob es nur unzufrieden, lustlos oder übermütig ist. Zunächst sollten Sie Ihr Pferd beobachten. Wann und wo scheut es oder zeigt Anzeichen von Nervosität?

Training Pferd Pferde Training Pferde trainieren Pferd nach Winterpause Pferd nach Krankheitspause Kondition Pferd Fitness Pferd Magnesiumöl Pferd Ausdauer PferdHierbei ist es wichtig, dass Sie ruhig bleiben und nicht von vorneherein so an die Sache heran gehen: „Ohje! Ein Traktor! Da kommen wir nie vorbei! Das können wir nicht!“. Gehen Sie selbstbewusst mit der Situation um und zeigen seien Sie Ihrem Pferd ein gutes Vorbild. Ignorieren Sie potenziell angsteinflößende Gegenstände komplett, sodass Sie Ihrem Pferd langweilig und unspektakulär erscheinen müssen.

Gehen Sie niemals mit Gewalt gegen Angst vor, denn das kann die Panik nur verschlimmern. Zwinge Sie Ihr Pferd nicht in eine Situation, sondern überzeugen Sie es davon. Lassen Sie Gefährliche Ecken auf dem Reitplatz als Pausenzone plötzlich wieder attraktiv wirken und wiederholen Sie die Übungen. Ist ein Gegenstand oder Ort in den Augen des Pferdes Gefährlich können Sie immer wieder daran vorbei gehen, bis es von selbst anfängt sich dafür zu interessieren oder sich darüber zu langweilen.

Vergessen Sie nicht Ihr Pferd schon bei kleinen Erfolgen zu Loben. Jeder Schritt in Richtung „Gefahrenquelle“ ist ein Erfolg. Das wichtigste für diese Übungen ist eine gute Vertrauensbasis, welche besonders bei jungen und neuen Pferde erst einmal aufgebaut werden muss. Besonders gut eignet sich hierfür die Bodenarbeit. Pferd und Reiter lernen ein Team zu sein und zusammen zu arbeiten.

Auch der körperliche Kontakt durch das Putzen oder das Massieren kann eine gute Basis schaffen. Die Massage hat auch den Vorteil die Muskeln bei der Entspannung zu unterstützen und dem Pferd sowohl bei der physischen, als auch bei der psychischen Entspannung zu unterstützen. Mit einigen gezielten Massagehandgriffen ist das auch gar nicht so schwer und kann mit ein wenig Übung gelernt werden.

PferdemassageTipp: Verwenden Sie für die Massage das Zechpet Magnesiumöl. Dieses erleichtert Ihnen die Handgriffe und hinterlässt keinerlei Spuren auf dem Fell. Auch Ihr Pferd wird sich dank der leicht wärmenden Eigenschaft besser entspannen.

Die Fütterung des Pferdes kann auch schon einen großen Einfluss auf den Gemütszustand haben. Ein Pferd, das nicht ausreichend oder in falscher Menge mit Mineralstoffen versorgt ist neigt häufig zu Nervosität und Angst. Besonders Mangan, Zink und Magnesium haben einen großen Einfluss. Eine ausgeprägte Nervosität ist eine von vielen Veränderungen bei Magnesiummangel.

Wenn Sie nicht weiter wissen oder sich unsicher sind sollten Sie einen Experten fragen. Denken Sie daran, wenn Sie Ihrem Pferd ein falsches Verhalten beibringen geht das sehr viel schneller, als dieses wieder loszuwerden. Suchen Sie besser Rate, wenn Sie sich nicht zu 100% sicher sind, dass Sie das selbst hinbekommen.

Sind Sie der Meinung, dass das Problem entstanden ist, weil Ihr Pferd Schmerzen hat, dann sollten Sie unbedingt einen Tierarzt, Tierosteopathen oder Tierphysiotherapeuthen um Hilfe bitten. Diese können die Ursache häufig lokalisieren und verbessern.

 

Am wichtigsten ist es jedoch Geduld zu haben und fleißig weiter zu Üben.

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